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Mittwoch, 18. Januar 2017

Verseift!

Manchmal kreiseln meine Gedanken um dies oder jenes Werk der vergangenen Zeit. Lang kann ich dann nicht stillhalten und begebe mich auf die Pfade der Selbermacherei. So auch neulich. An den warmen Duft der Honigseife erinner ich mich nur zu gern und hab wieder eine gesiedet. Auch weil ihre hochpflegenden Eigenschaften unserer Haut sehr wohl tun.




Glatt und schmeichelnd ist ihre Oberfläche und ihr helles, warmes Honiggelb ganz natürlich, ebenso ihr Duft. Die Zutaten sind Reiskeimöl, Distelöl, Olivenöl, Rapsöl, Kakaobutter, Maulbeerseide, Bienenwachs, Honig und Propolis sowie ein Teelöffel Mohnsamen für einen kleinen Peelingeffekt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Der Stempel unterstreicht den Charakter der Seife mit ihren feinen Zutaten ganz vortrefflich.




Schon nach ein paar Tagen der Trocknung und einer ersten Probewäsche mit einem Reststückchen weiß ich, dass ich mit dieser Seife hochzufrieden sein kann.
Ein Stückchen werde ich hier und da verschenken. Die anderen sind nur für uns.

Gestrickt hab ich auch, aber nicht viel und gleich gar noch nichts Vorzeigbares (für die, die nachgefragt haben). Ich werde berichten, wenn sich an diesem Status etwas ändert :-)




Habt es gut!



Rosalie










Mittwoch, 11. Januar 2017

Manche Dinge bleiben einfach immer gut und ich kann nicht mehr davon lassen. Einen herrlich duftenden Brotlaib aus dem Ofen zu ziehen, ist und bleibt Vergnügen pur ... für alle Sinne. Aussehen, Geruch, das leise Knistern der heißen Kruste, Haptik und nicht zuletzt der Geschmack sind Argumente genug, um immer wieder neu ans Werk zu gehen. Ab und an ändern sich die Vorlieben der Familie. Derzeit sind die Runden wieder sehr gefragt. Und vor allem die mit Dinkel und Emmer gebackenen Brote brauchen nicht lang zu warten, bis sie bis aufs letzte Krümelchen verspeist sind.



Ein Lieblingsbrot ist das Neudorfer Seelenbrot vom Plötzblog ... helle, fluffige Krume, milde, vielfältige Aromen und eine zart splitternde Kruste machen es zur perfekten Unterlage für Käse oder süße Beläge.



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Ein neuer Stern an unserem Brothimmel ist dieses hier. Dinkel und Emmer bekommen Gesellschaft von einem milden Roggensauer sowie gerösteten Kürbiskernen. Michaela hat das Rezept hier aufgeschrieben




Und während es draußen herrlich dichte Flocken vom Himmel schneit, setz ich gleich noch einen Sauerteig an für das nächste Brot.



Habt es gut!

 

Rosalie 









Samstag, 19. November 2016

Gebackenes

Ein Loblied auf den November hab ich ja schon mehrfach gesungen und so ist es längst kein Geheimnis mehr, dass ich die nasskaltgrautrüben Tage sehr zu schätzen weiß. Heut ist wieder so ein Tag, da möchte man vor lauter Dunkelheit schon am Mittag alle Lampen anzünden und am liebsten keinen Schritt vor die Tür ins feuchte Grau tun .... müssen wir ja auch nicht, denn es ist Wochenende. 




Ich habe das Wetter schon kommen sehen, außerdem einen netten Besuch eingeladen und darum vorgesorgt, dass es uns an so einem gemütlichen Novembernachmittag auch kulinarisch an nichts fehlen möge. Herrliche Zimtschnecken sinds geworden. Nach einem Rezept aus dem Plötzblog mit etwas gekochter Kartoffel und einem Häufchen Quark im Hefeteig. Sowas von smaklig!! Der absolute Zimtschneckenfavorit und mit einer noch lauwarmen Vanillesauce einfach unübertroffen und sehr vorzeigbar.




Brot musste auch wieder her, ebenfalls nach einem neuen Rezept. Diesmal aus dem Buch "Warenkunde" von Lutz Geißler. Mit kleinen Änderungen 60-20-20 Roggen-, Dinkel-, Emmervollkorn komplett ohne Hefe mit einem Dreistufensauerteig ist es ebenso ein geschmacklicher I-Punkt geworden.





Dieses Brot lässt sich auch im Alltag unter der Woche neben Arbeit, Kinderkram und allem was immer so getan werden will gut und gerne mit keinem so großen Aufwand backen. Damit hat es das Zeug zum neuen Dauerbrenner zu werden.




Unterdessen hab ich auch die Fensterbänke winterlich gestaltet und die ersten kleinen Rotmützen im Haus verteilt. Wohlige Stimmung herrscht in allen Räumen und der Duft von frisch Gebackenem macht die novembrige Gemütlichkeit vollkommen.






Habt es gut!




Rosalie












Freitag, 14. Oktober 2016

Hier brennt noch Licht



Hier soll keineswegs das Licht ausgemacht werden. Hin und her hab ich überlegt, wie es mit dem Blog weitergeht. Manchmal war die Motivation gering ... Liest das hier überhaupt noch jemand? ... Doch wenn ich mich zurückerinnere, dann sollte hier eigentlich eine Art Tagebuch über das kreative Tun im Hause entstehen ... für mich .... zum Rückschau halten .... nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das daran mittlerweile weit über 500 Leser teilhaben, hatte ich nie erwartet .... Oft werde ich gefragt, wann es denn wieder etwas Neues im Blog gibt. Also soll es denn auch so bleiben. Ich erzähle darüber, was gestrickt, gewerkelt und gebacken wurde und wer mag, liest mit.

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Ein Stück Garten hatten wir im letzten Jahr neu gestaltet und unter anderem mit Fetthenne und Bartblume üppig bepflanzt. Weil im Spätsommer an diesen Blüten unzählige Wildbienen Gefallen fanden und es diese bekanntlich sehr schwer haben mit der modernen Landwirtschaft kam der Gedanke an ein Insektenhotel auf. Gesagt - getan. ER hat den Rohbau gezimmert und das jüngste Kind und ich haben es mit allerlei Feld- und Waldfunden bestückt. Am schönsten war für mich zu beobachten, mit welchem Eifer mein Sohn bei der Sache war. Die Idee fand er nämlich zunächst gar nicht "so mega" ....  
 `Das wird das schönste Bienenhotel weit und breit` war sein stolzer Ausruf ... und hat gehämmert, gesägt, gebohrt was seine Kräfte hergaben .... und ich finde, er hat Recht.




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Gleich noch einmal wurde Sohnemann von einer kreativen Idee einer sehr lieben Kollegin-Freundin angesteckt. Eines gemütlichen Regennachmittages sind hier Eichenbrett, Nägel und Faden zu einem wunderschönen Nagelbild gestaltet worden. Vorlage war ein Ahornblatt, das wir auf der vorangegangenen Wanderung aufgesammelt hatten. Nun hängt das Bild im Kinderzimmer und erinnert Sohnemann daran, dass kreativ sein keineswegs nur mehr Mädchenkram ist. Danke Daniela :-)






Natürlich stricke ich auch wieder. 
Die Jacke "Twigs and willows"
aus "Botanical knits" von Alana Dakos hab ich im Sinn und wie es aussieht, gelingt sie mit dem Garn Cascade 220 Heathers ganz wie gewünscht.





Habt es gut!



Rosalie














Freitag, 29. April 2016

Der Geschmack von Kindertagen ...


Was heute als moderne Erkenntnis von bewußter Ernährung gefeiert und zum Teil mit großem Tamtam wiederbelebt wird, ist mir als ehemaligem "Ostkind" doch sehr vertraut und scheint selbstverständlich. Selbst kochen und backen was die Saison und die Region hergaben, noch dazu in Bioqualität, war seinerzeit Usus. Ehrlicherweise muss hinzugefügt werden .... und was es denn zu kaufen gab. Denn das war nicht immer das, was man sich so vornahm einzukaufen. Doch erinnere ich mich nicht, jemals Mangel erlebt zu haben. Meine Kindheit war lecker ;-) Die Lebensmittel waren unspektakulär, naturbelassen und schmackhaft, brauchten keine bunten Verpackungen (woher auch) und keine Namen mit Superschlankimschlaf-Linksdrehbazillo-Paläo-Dingsda-Image. Jedenfalls hab ich Erinnerung daran, wie die Dinge schmecken, die Mutter Erde wachsen ließ...einfach so. Wie herrlich es war, ein frisches, noch ofenwarmes Brot anzuschneiden und nur mit einem Kleckschen Butter einen wahren Hochgenuß zu erleben, daran erinner ich mich auch. Es war Brot, das den Namen verdient ..... ursprünglich, aromatisch, sehr natürlich. Um diesen Geschmack von richtigem Brot wieder genießen zu können und auch bei meinen Kindern zu verinnerlichen, backe ich schon ein paar Jahre selbst.




Eine süße Erinnerung an das warme, unbeschwerte Barfußgefühl meiner Kindertage ist der Geschmack von Rosinen-Quarkbrot, welches es im "Diätladen" zu kaufen gab. Ich hab es geliihiiieeebt ..... und das ist noch meilenweit untertrieben. Warum das damals ein Diätprodukt war, hab ich nicht verstanden, war mir aber auch herzlich egal. Das zu essen, war wie pures Glück zu tanken ... lach. Ich hör schon auf zu schwärmen. Bestimmt gibt es einige unter Euch, die sowieso wissen, wovon ich rede.
Doch seither war meine Suche nach etwas Vergleichbarem vergeblich ... bis jetzt.




Mit allem was ich übers Brot backen gelernt habe, hab ich mich daran gemacht, ein Rezept zu entwerfen, das dem Geschmack der Erinnerungen würdig ist. Kleines Kochstück, bisschen Vollkorn, wenig Hefe, dafür lange, kalte Gare ...
Es ist gelungen ... voll und ganz. 
Wattig weich, saftig, minimal süß mit dem Aroma von Quark, Rosinen, Weizen und einer Handvoll nussigem Emmer. So hat es geschmeckt, genau so!




Wem es nun in den Fingern juckt, der kann das Rezept *hier* nachlesen.




Rosalie





Samstag, 23. April 2016

Einfach mal NICHTS tun ...


Die Frühstückszeit an diesem Wochenende genießen wir ganz besonders. Zum einen macht das nasskaltgraue Wetter jeglichen Tatendrang in Richtung Gartenarbeit schon im Ansatz kurz und klein und zum anderen haben wir mal NICHTS vor. Gar nichts - außer Herrn Kater verwöhnen und uns auch. Wie herrlich!



Emil genießt schon in vollen Zügen die Lesestunde nach dem Frühstück. Meist wird eigentlich nicht viel mit Lesen, weil er kaum, dass die Zeitung aufgeschlagen ist, auch schon mitten drin sitzt und das auch noch für die natürlichste Sache der Welt hält.
 



Zu einem ausgiebigen Frühstück gehören auf jeden Fall knackige Brötchen. Hier die Baguette-Brötchen nach einem Rezept vom Lutz. Die werden abends fix und fertig vorbereitet und müssen morgens nur noch den heißen Ofen besuchen ... Der heizt vor, während im Hause alles noch schläft -  sehr praktisch!



Krachende Kruste, weiche, aromatische Krume und den rechten Biss bringen diese Teilchen mit, die ich oft backe.
Zum Rezept gehts *hier* entlang. 



Um die Hitze des Ofens zu nutzen und die Familie auch später noch mit Selbstgebackenem zu verwöhnen, werden nach den Brötchen immer noch zwei Brote gebacken. Ebenfalls am Abend zuvor vorbereitet, wechseln sie morgens nur noch von den Gärkörbchen in den Ofen.


Knirpsenbrot *klick*

So organisiere ich mir das Backen meistens alltagstauglich und hab ein entspanntes Wochenende.



Rosalie






Mittwoch, 13. April 2016

Auf der "MS Lofoten"



Bei Hurtigrouten wird sie als "Die schönste Seereise der Welt" beschrieben.
12 Tage lang auf dem alten Postschiff
"MS Lofoten" von Bergen nach Kirkenes und zurück. In vielen Häfen haben wir geankert, Orte wie Ålesund, Trontheim, Kirkenes, Bodø kennengelernt, das Nordcap besucht, in der Eismeerkathedrale Tromsö einem Mitternachtskonzert gelauscht. Auf den Lofoten sind wir gewandert, in einer kleinen Backsteinkirche auf den Westeralen haben wir Andacht gehalten. Das Schiff wurde immer wieder von Orcas und Delfinen begleitet.
Mit den Einheimischen sind wir in kleinen Fischerbooten gefahren, um Seeadler und pinguinähnliche Alkenvögel in freier Wildbahn zu beobachten und haben eine Huskyschlittenfahrt durch dick verschneite Wälder mitgemacht.
Das alte Schiff hat Tag für Tag den starken Winterwinden getrotzt, rund um die Uhr hat es unaufhörlich leise geknarrt und kraftvolle Fahrt gemacht. Windstärke 10 hat uns einiges abgefordert, Stabilisatoren kennt die alte Lady nicht und scheint sich nur zu gern Wind und Wellen hinzugeben.
In mehreren Nächten standen wir unter Polarlicht....stundenlang haben wir an Deck ausgeharrt ...schlafen können wir zu Hause - gedacht.
Die Crew hat ihr Bestes gegeben, der Koch sich wahrlich übertroffen beim täglichen Vier-Gänge-Menü.
Ich kenne nur diese eine Seereise und kann mir nichts vorstellen, was sie noch besser machen könnte.
Das Erlebte wirklich zu beschreiben fällt schwer ... weil Worte dafür scheinbar nicht genügen.
Ich fühle mich wunderbar geerdet vom Eintauchen in diese oft so bizarr anmutende, so ursprüngliche Gegend ganz da oben im hohen Norden und lasse einfach ein paar Bilder sprechen ...
 ohne viel Drumrum.




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Rosalie







Mittwoch, 6. April 2016

"Epistrophy" .... die zweite




Für die zweite "Epistrophy" hab ich ziemlich lange gebraucht. Eigentlich war sie zum Geburtstag meiner Tochter im letzten Sommer gedacht. Daraus wurde nichts ... Sehnenscheidenentzündung, Strickfaulheit und andere Querelen bremsten den Fortschritt auf den Nadeln deutlich. Nun isse aber fertig. 



 

Mein Mädel sollte sie unbedingt auf unserer Reise in den hohen Norden tragen.





Mit dem schlichten nordischen Muster passt sie nicht nur wunderbar zu meinem großen Kind, sondern auch in die karge Winterlandschaft Norwegens und damit irgendwie auf das sehr nostalgisch anmutende alte Postschiff "MS Lofoten". 







Alle Strickdetails können wieder *hier* nachgelesen werden.
Und zu einem Blick auf die erste "Epistrophy" geht es *hier* entlang.









Ein paar Eindrücke und Bilder von unserer Reise entlang der Küste Norwegens 
hin zu den Polarlichtern 
gibts ganz bald.



Rosalie






Freitag, 18. März 2016

Wegkreuze



Es ist eine bewußte Entscheidung von meinem großen Kind für ihren ganz eigenen Weg... 
Ich habe dafür ihre Taufkerze und eine Geschwisterkerze angefertigt.







Mögen sie mit einem kraftvollen, warmen Licht entzündet werden und ihren Weg erleuchten .... für alle Zeit.




Rosalie