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Sonntag, 23. März 2014

Dies und Das am Sonntag

Habt ganz vielen Dank für Eure Reaktionen auf die Emil-Story. Ja, ich glaube wohl ein jeder Katzenfreund weiß solche Geschichten zu erzählen und eine jede Geschichte ist ein kleines Drama für sich. Jedenfalls sind hier alle riesig froh über Emils Heimkehr und wenden sich der üblichen Gelassenheit zu.



Und seien die übermütigen Balgereien am Tage auch noch so wild, abends wird einträchtig gekuschelt.
Für uns bleibt immer weniger Platz auf dem Sofa, aber wir teilen ja gern ;-))


Nachdem die häusliche Ruhe also wiederhergestellt ist, kann ich mich auch wieder auf meine Maschen konzentrieren. 
Noch vor einem Jahr hätte ich wohl nicht geglaubt, dass ich einmal gerne verzwickte Strukturmuster stricken würde. Doch auch hier ändern sich mit der Zeit die Ansichten und Vorlieben. Das hier in der herrlichen Farbe "Cinder Rose" wird ein breites Schaltuch "Wheaten" nach Anne Hanson. Ich habe es neulich bei Ravelry entdeckt und es sofort auf die Überholspur meines Projekte-Planes gesetzt. Ein wirklich und wahrhaftig tolles Muster, das sich auch noch relativ leicht stricken läßt. Es ist logisch aufgebaut und die Wiederholungen lassen sich gut merken, also als Nebenbeiwerk am Abend durchaus tauglich. Das einzige was mich bremst .... die schöne Wolle ist alle und ich muss auf Nachschub warten.


Ein zweites Projekt liegt aus genau demselben Grund in der Warteschleife. Die Jacke aus "Botanical Knits" ist halbfertig und die Arbeit daran macht großen Spass. Jetzt muss ich warten bis Holst aus den Feríen zurückkommt. Naja, ein Ende ist in Sicht.

Und dann bin ich über diese Jacke hier gestolpert. Es muss gar nicht immer das neueste Design sein. Die alten Maschen haben auch ihren Charme. Ich werde die etwas nostalgisch anmutende Jacke mit dem zarten Strukturmuster stricken, wenn die anderen Projekte dann mal beendet sind.



Was haben wir sonst noch gemacht? Wir sind zu einem Milchschafhof in der Nähe des Bielatales  gelaufen und haben unterwegs am Flüsschen wilde Brunnenkresse gepflückt. Frisch aufs Butterbrot - ein Gedicht! Kann ich nur empfehlen.


Und natürlich haben wir den Garten nun endgültig aus dem Winterschläfchen geweckt. Tisch und Stuhl und Blumentopf stehen an ihrem Platz und jeden Nachmittag genieße ich für ein Weilchen die wärmenden Sonnenstrahlen, hör dem Gesang der Amsel zu und beobachte mit ein wenig gärtnerischer Ungeduld das Werden und Wachsen.



Euch allen wünsche ich einen guten, frühlingsmilden Sonntag mit hoffentlich vielen Sonnestrahlen im Herzen und im Garten.

Alles Liebe
Rosalie



Donnerstag, 13. März 2014

Pssst .... Rosalie wird zur Einbrecherin

Ich weiß gar nicht so recht wie ich diese Geschichte aufschreiben soll. Noch immer kochen hier die Emotionen hoch. 
Jetzt im Frühling sind natürlich die Herren Kater auch eher draussen als drin. Zu schön ist es, durch die Wiesen und Büsche der umliegenden Gärten zu streifen, Bienen zu jagen, in der Sonne zu faulenzen, Kräuter zu kosten ..... eben die Freiheit eines Katzenlebens am Rande der Stadt zu genießen. Bisher war Emil immer in Rufweite und Findus auch nicht viel weiter entfernt. Bisher. Am Dienstag Nachmittag sind sie beide losgezogen. Heimgekehrt ist nur Findus. 
Was haben wir gerufen, gesucht, mit Futter gelockt ... nichts und wieder nichts. Traurig ins Bett gegangen, noch trauriger wieder aufgestanden. Ichweißnichtwieviel Suchmeldungen ausgedruckt, in Briefkästen, an Bäumen im ganzen Dorf verteilt. Apotheke, Post, Konsum, Schule .... da wo viele Leute gehen. An fast jeder Tür der umliegenden Strassen geklingelt.... so lernt man Leute kennen ;-) Emil ist neugierig, ist bestimmt in einen Gartenschuppen, eine Garage gestiegen und dann eingeschlossen worden. So viele wirklich sehr nette Begegnungen, Hilfszusagen, Verständnis ... aber immer noch kein Emil. Wieder eine unruhige Nacht. Ich hatte viele Träume von Emil. Immer war er ganz in der Nähe .... und das war auch mein Gefühl in diesen vielen bangen Stunden..... Am Donnerstag dann Ratlosigkeit .... was soll ich noch tun? .... ein wenig Gartenarbeit zur Beruhigung .... dann immer wieder ein Geräusch in Nachbars Garten .... unter den Tannen bei dem alten windschiefen Schuppen ..... `es werden die Vögel im Baum sein, lassen sich die Zapfen schmecken` - gedacht .... in der Dunkelheit immer noch dieses Geräusch .... Nachbars sind im Urlaub, hmmm ..... egal, für Emil werd ich zum Einbrecher, wir haben ja eh nur Grünzeug zwischen den Gärten .... ich also hin zu den Tannen, das müsst Ihr Euch mal vorstellen wie ich da heimlich im Dunkel durch Nachbars Garten schleiche ...zum Schuppen, gelauscht, gerufen ..... MIIIAAUUUUU!!!!! ..... ganz leise, unverkennbar, DAS IST EEEEEMIIIIIIL!!!!   Herzschlag bis zum Hals .... der Schuppen ist morsch, die Tür eher symbolisches Hindernis .... unten ein wenig aufhebeln .... da kommt schon seine Tatze .... und dann hab ich ihn ...... ..................................................................................................................................
............................................................................................................................  Eeeemmmmiiiil !!!!! 
unbeschreibliche Freude, ich bin soooooo riesigriesigfroh, dass ich ihn wiederhabe ..... schnell rein zur Familie .... alle überglücklich, großes Palaver, fast italienische Verhältnisse, streicheln und wieder streicheln .... Emil riecht wirklich streng nach muffigem Gartenschuppen eben, aber sonst ist er unversehrt .... hat einen Mordshunger, Riesendurst .... auch nach Liebe ..... Er ist wohlbehalten .... und hoffentlich nun ein wenig klüger.
Über 50 Stunden war er verschwunden, ohne Wasser und Futter und bestimmt war es ihm bang ums Herz. Nun haben wir ihn wieder. Ich habe die Tipps von Tierschutzorganisationen gelesen. Dort wird beschrieben, dass vermisste Katzen häufig ganz in der Nähe eingeschlossen sind und das Suchen in der Stille der Dunkelheit oft zum Erfolg führt. Und wir hatten dieses Glück.



Es tut irgendwie gut, mir diese ganze Geschichte hier von der Seele schreiben zu können. So groß war der Kummer, zwei Tage und Nächte Unruhe liegen hinter mir und uns. Und mir wird wieder einmal bewußt, wie sehr unsere Tiere Teil der Familie sind.




Mädels, knuddelt Eure Fellnasen und alle anderen Haustiere ganz sehr und passt gut auf sie auf! Es sind mehr als nur Tiere, sie sind ein Teil von uns!




Alles Liebe
Rosalie, die Einbrecherin, höhö ;-)

Dienstag, 11. März 2014

Farben wie aus einem Wintermärchen

Zwischen all die winterlichen Maschen habe ich ein paar Kreuzstiche geschoben. Also ehrlich gesagt, liegt dieses Nadelkissen schon ein Weilchen zurück und ist mittlerweile in ganz liebe Hände umgezogen.



Das Projekt aus dem Hause Blackbird Design hatte es mir augenblicklich angetan, weil ich die einfache Struktur der Sterne so zauberhaft fand und die frostigen Pastelltöne der Stickgarne so herrlich zart und märchenhaft anmuten.



Das Nadelkissen werd ich noch einmal werkeln, weil es eigentlich auch sehr gut in meinen Lieblichelieblingssachenschrank passt.



Aber erstmal hab ich die frostigen Farben noch für ein Projekt von Paolin hergenommen. Eine kleine Trilogie sticke ich damit.



Das zeig ich Euch dann wieder hier. Bleibt also schön neugierig
Bei Creadienstag gibts noch mehr tolle Handarbeiten zu sehen.

 Ich wünsch Euch eine sonnig-milde Frühlingswoche!

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 4. März 2014

"Botanical Knits"

Für Eure ganz, ganz vielen, soooo lieben, bewundernden Worte zur "Bláithín" sage ich von Herzen Dankeschön! Ich habe mich sooo gefreut, aber fast wäre ich rot geworden, wirklich. Dabei habe ich doch nur eine Jacke gestrickt, also wirklich kein Hexenwerk vollbracht.


Ihr könnt es Euch sicher denken, meine Nadeln stehen nicht wirklich still. Und so steht ein weiteres sehr kurzweiliges Modell nach Kate Davies, diesmal für meine Tochter, kurz vor der Vollendung. Sie hat sich die "Paper Dolls" gewünscht und die zeig ich Euch ganz bald. 
Guckt auch mal bei Creadienstag vorbei.

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Bei den schier unendlichen Möglichkeiten in Maschensachen musste ich mich irgendwie neu organisieren. In letzter Zeit bin ich mehr und mehr dazu übergegangen nur noch ganz selten ganze Anleitungsbücher zu kaufen, weil ja meistens doch nur ein bis zwei Werke daraus wirklich Interesse finden. Vielmehr kauf ich Einzelanleitungen, und manchmal tausche ich diese auch mit sehr netten Strick-Kolleginnen. Aber das ein oder andere besondere Buch muss ich dennoch haben. So hat dieser Tage "Botanical Knits" zu mir gefunden. 



Klick zum Buch

Ein Buch mit Werken die allesamt wie für mich gemacht sind. Mit von der Natur inspirierten Farben und Mustern entwirft die Designerin Alana Dakos sehr natürliche, traumschöne Kleidungsstücke und Accsessoires. Einfach aber mit dem gewissen Etwas.


Und eigentlich war meine Wahl schon gefallen, aber in letzter Minute hab ich mich noch umentschieden. Die wundervolle Farbe "Jasper" von Holst passt doch eher zur "Entangled Vines". Und für die ganz entzückende "Wildflower" greife ich nachher nochmal zu einem helleren Farbton.
Übrigens sind alle Modelle aus diesem und ganz vielen anderen Büchern in Ravelry zu sehen. Das finde ich sehr praktisch und erleichtert die Entscheidung.



Ja, dann wisst Ihr also wo ich zu finden bin. An den Stricknadeln, aber nicht immer. Daneben habe ich auch meine Draussen-Geschäfte wieder aufgenommen. Der Garten erwacht aus einem leichten Winterschlaf und es gibt einiges zu tun. Ich mag es sehr, in der frischen Frühlingsluft da draussen rumzuwerkeln, die kleinen sich selbst ausgesäten Veilchen zu begrüßen und den täglichen Fortschritt so vieler anderer Gartenlieblinge zu betrachten. 
Die Herren Jungkater vollführen wahre Bocksprünge draussen und saussen ganz trunken vor lauter Frühlingsfreude wie die Wilden durch die Büsche. Ich krieg so einfach kein vernünftiges Foto hin und bleib sie also erstmal schuldig.

Nun genießt auch Ihr die laue Luft, die ersten Vogelkonzerte am Morgen und streichelwarmen Sonnenstrahlen und habt eine gute Woche.

Alles Liebe
Rosalie


Dienstag, 25. Februar 2014

Bláithín ...

In diesen herrlich milden Tagen hält man es schon gut und gern nur mit einer warmen Strickjacke bekleidet draussen aus. Und damit wird es auch Zeit die "Bláithín" zu zeigen. 



Das ist ein Stück in das ich mich stehenden Fußes verliebt hatte. Einfaches Design, fröhlichen Farben, das ganz Werk riecht nach Landlust pur - wie "Kleine Blume" oder eben irisch "Bláithín". 
Eine Strickjacke für frische Frühlingstage, nordische Urlaube, kühle Gartenabende und auch sonst allerliebst im Alltag zu tragen. Die musste ich haben. Das Garn -Donegal Soft Merino- ist original aus England eingeflogen und gestrickt habe ich Schritt für Schritt nach der Anleitung von Kate Davies.


Dabei gabs jede Menge Neues für mich zu lernen. Ich staune immer wieder, wieviel Stricktechnik mir bisher doch immer noch verborgen geblieben ist. 
Das ganze Werk ist zunächst in Runden gestrickt, soweit nichts Neues. Aber dann hieß es Sicherungsmaschen mit der Häkelnadel vorn mittig anbringen und nach einem herzhaften Stossgebet tapfer einmal mitten durchschneiden. Huuiiiii, das hat einige Angstwellen erzeugt, aber es hält tatsächlich!!


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Und nun kommt über die Schnittkanten ein sowas von professioneller Abschluss ... schwärm. Hinten und vorn wird ein Steek gestrickt,
 dann alle Maschen auf einer Nadel vereinigt und dabei reduziert ...




... und darauf ein I-Cord-Bind-off gestrickt. Das klingt nach böhmischen Dörfern, für mich zunächst auch. Aber wenn Frau eins nach dem anderen der Anleitung folgt, kann quasi nichts schiefgehen. Wer sich für Einzelheiten interessiert wird auf der Davies-Tutorial-Seite *klick* fündig.



Das sieht innen und aussen perfekt aus.


Label dran, anziehen, wohlfühlen. 

 

Mehr gibts dazu nicht zu sagen. 
Doch eins noch: Mädels nehmt die Stricknadeln in die Hand (und guckt auch mal bei Creadienstag vorbei), es gibt einfach soooo irre schöne Maschen auf dieser Erde.
Bissel durchgeknallt, nicht .... ;-)) 



Aber es ist eine der weniger gefährlichen Süchte unter dieser Sonne. Ich besuche dafür kein Fitness-Studio, Nagelstudio schon gar nicht, Friseur wird auch nicht reich an mir, rauch und trinke nicht , bin zudem nicht kriminell .... und überhaupt fast völlig harmlos.

Ich wünsch Euch eine fröhlich-sonnige Woche!

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 18. Februar 2014

Wohl kein Kuscheltier ... oder doch?

Mal ehrlich, beim Anblick von diesem stattlichen Rindvieh hat Frau sicher nicht als erstes eine Assoziation von Kuschligkeit und Anschmiegsamkeit. Also zumindest mir flößt so ein Yak unheimlichen Respekt ein und ich bliebe lieber auf Abstand.

Bild "geborgt"

In "meinem" Wolllädchen bin ich drauf gekommen, dass so ein Yak aber wirklich eine ganz kuschelige Seite hat. Nämlich am Bauch und den Flanken wächst ihm ein soooo weiches, warmes, himmlischfluffiges Fell, dass Frau ganz hin und weg ist davon. Und eben dieses Fell wird im Frühjahr durch Kämmen gewonnen und zu ganz wunderbarem Strickgarn verarbeitet. Warum ich Euch das erzähle? Weil ich mit der Yak-Wolle von Lang schon ganz wunderbare Winteraccessoires gestrickt habe.


Schon vor einer kleinen Weile dieses Dreiecktuch. Eigentlich war das mal ein Loop. Weil der aber nie saß wo er hingehörte, hab ich ihn wieder aufgetrieselt und eben dieses Tuch gestrickt.


Handstulpen und Mütze sind geblieben wie sie waren. Zum Walkmantel sind diese Winter-Warmers nun herrliche Begleiter und ich trag auch diese einfarbige Kombination sehr gern.
Noch mehr schöne Maschen gibts bei Creadienstag.


So ein Yak sehe ich jetzt auch mit etwas anderen Augen, wenn ich mal eins treffe ;-)


Ich wünsche Euch eine gute Woche miteinander.

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 11. Februar 2014

Nordic Mittens

Die nordischen Muster haben mirs angetan und ich finde in den schier unendlichen Weiten von Ravelry immer neue und immer schönere Strickideen, die den nordischen Zauber in sich tragen. Manchmal fällt es schwer sich dann für eine zu entscheiden.


Für die gewünschten Jungshandschuhe habe ich die halben Eissterne gewählt und sie in einem frostigen Petrol mit Hellgrau gearbeitet.


Shetlandwolle von Jamieson & Smith ist für solcherleich Gestricksel mein Favorit. Die Wolle erscheint zunächst unspektakulär, entfaltet aber nach einer ersten Kaltwäsche eine Flauschigkeit, die ihresgleichen sucht. Gerade recht für Fäustlinge. 
So, mein Kleiner, jetzt musst Du gut drauf aufpassen ...



Von meiner neuen Garnliebe möchte ich Euch auch noch erzählen. Immer mal wieder habe ich von Holst-Garn gelesen und gehört. Neugierig geworden hab ich mir kleine Proben bestellt und `Aaaahhh ... das ist was Feines` gedacht. Am ehesten (und schnellsten) bekommt Frau die Garne direkt aus Dänemark, in drei Tagen waren sie hier bei mir. Und naja, ich hab gleich für mehrere Projekte geordert, weil das Porto aus DK so teuer ist und sich die Sache so doch etwas besser rechnet.


Davon möchte das große Kind nun wieder bestrickt werden und dann hab ich noch ein feines Tuch entdeckt, das unbedingt meine Schultern schmücken will.
Aber bevor ich an diesen feinen Vorrat gehe, werden erst mal noch ein paar Handschuhe für mich gestrickt. Das ist unter anderem eine prima Gelegenheit vorhandene Wollreste zu schrumpfen und ausserdem möchte ich jetzt auch so schöne Handschuhe haben wie meine Kinder ;-))
Das zeig ich Euch wieder hier und bei Creadienstag könnt Ihr noch mehr feine Handarbeiten bewundern.


Ich schick Euch wollige Grüße für eine gute Woche!

Alles Liebe
Rosalie

Dienstag, 4. Februar 2014

Winterzeit

Hm, ja ... Winterzeit .... nix Winter, schon wieder alles weggetaut. Aber wenigstens hat das Winterchenchen gewartet, bis ich die Handschuhe fertig hatte. Sehr anständig.

Wie gesagt sollte es also jetzt noch feine Handschuhe geben. Nichts leichter als das. Das Stricken von farbigen Mustern ist kurzweilig, macht unheimlich viel Spass und geht gut von der Hand. Und da sind sie nun. Aus feiner Shetlandwolle von Jamieson & Smith, ganze 43 Gramm leicht.



Hab sie ans Gartentor gehängt, damit mir beim Winken hinüber in Katjas Home die Hände nicht frieren ;-)) Nee, völliger Quatsch, ..... sie sind natürlich fürs Tochterkind und wärmen nun hoffentlich beim morgendlichen Fahrradweg zur Schule ihre zarten Finger.



Das kleine Kindlein hat die neuerliche Bestrickung vom großen Kind mit einem langen 
"... und iiiiiiiiich?!?" quittiert und sich von mir hoch und heilig versprechen lassen, dass ich sofort Maschen aufnehme für ein Paar Jungshandschuhe. Wird gemacht, Gerechtigkeit muss schon sein. 
Zu sehen dann auch wieder hier und bei Creadienstag.




Wir Menschen müssen uns schon viel Mühe geben, um die rauen Temperaturen unbeschadet zu überstehen. Unsere samtpfotigen Lebensgefährten dagegen haben es viel leichter, sie brauchen sich nur um die Fellpflege kümmern und fertig. Dabei helfen sich unsere gegenseitig. 
Nur zu oft geht das bei den beiden jungen Burschen in ziemliche Rauferei über und dann toben sie durchs ganze Haus, dass man denken könnte es wären Wildschweine unsere Gesellen. Aber ab und an schlafen sie auch aneinandergekuschelt ein. So ein friedliches Bild - ich liebe es.



Habt eine gute Woche miteinander

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 28. Januar 2014

Eine geht noch ....

Eine Mütze musste es noch sein. Damit der Winter nicht gleich wieder geht, jetzt wo er endlich da ist. Diesmal ist es die "Selbu-Modern". Eigentlich eine Art Beanie, aber weil ich eher nach einem sportlichen Modell suchte, habe ich im Selbu-Strickmuster einen Musterraport weggelassen und damit die Maschenzahl auf sportlich getrimmt.
Die petrolfarbene Wolle war schon einmal eine andere Mütze, die aber nun zu klein und wieder aufgetrennt wurde. Sehr praktisch ist, dass vorhandene Schals kaum zu klein werden und wir nun ein weiteres wunderschönes Winterset haben.


Nun ist es aber gut mit Mützen! Vielleicht später wieder .... 
Und jetzt? Der ganze Musterstrick, der zuletzt hier von den Nadeln hüpfte, ist wunderbar warm und auch noch winddicht. Das schafft neue Begehrlichkeiten und nun müssen feine warme Handschuhe her.

 
 Das Töchterlein hat auch noch Wünsche, also die Nadeln stehen nicht still ... wir beruhigend.



Ich zeig Euch mein Gestricksel dann wieder hier
und auch bei Creadienstag.

Bis dahin habt es gut miteinander!

Alles Liebe 
Rosalie

Sonntag, 26. Januar 2014

Von einfachen Dingen ...

Es ist fast ein Jahr her, dass hier eine Kornmühle einzog und ich das Brotbacken anfing. Und damit hab ich seither nicht mehr aufgehört, backe mittlerweile alles Brot selber, das wir essen. Es ist zu einer lieb gewordenen Gewohnheit geworden und ich freu mich immer schon auf den einen Backtag der Woche.



Eine ganz einfache Geschichte ... 




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Korn mahlen, einfachste Zutaten abmessen, eine Menge Teig rühren, warten, geduldig sein, Backformen vorbereiten und füllen, wieder warten... Ich mag es sehr, diese einfachen Dinge zu tun, das erdet mich. Dabei komm ich zur Ruhe, das erfüllt mich mit Zufriedenheit. Wie es duftet, wenn Korn frisch gemahlen wird, das liebe ich besonders, das kannte ich vorher nicht .... Und den Teig rühre ich in einer großen Emailleschüssel mit einem Holzlöffel. Na, und dann die Brote fertig gebacken aus dem Ofen zu holen ist jedes Mal eine Freude, das macht auch stolz ... der Duft steigt bis unter die Dachspitze. 
Meistens backe ich ganz einfache Sauerteigbrote von Roggen mit ein wenig Dinkel und Emmmer, Wasser, Salz ... sonst nichts.

Das regelmäßige Backen rechtfertigte dann auch den Kauf von fünf emaillierten Kastenformen, die sich wirklich als sehr praktisch erweisen und wahrscheinlich ein halbes Leben halten werden.




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Gutes Biogetreide kaufe ich hier ein

So ein Backtag mit allen Arbeitsschritten zieht sich über 
24 Stunden, wobei jeder einzelne Arbeitsschritt gar nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt. Vielmehr braucht ein guter Sauerteig eben seine Zeit zum Reifen. Die frischen Brotleibe werden sofort nach dem abkühlen in den Gefrierschrank gelegt, so dass die ganze Woche über immer frisches Brot vorhanden ist. Und den Sauerteigansatz vermehre ich von Mal zu Mal und hebe dabei ein Kleckschen für den nächsten Backtag auf.
Hin und wieder darf es auch etwas Besonderes sein. Brot mit Kräutern oder getrockneten Tomaten oder auch schon mal dieses hier:

1 kg Mehl (ca. 3/4 Vollkornroggen, 1/4 Dinkelvollkorn)
600 ml. Wasser
300 gr Natur-Sauerteig
3 TL Meersalz
20 gr Hefe
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100 gr Butternutkürbis klein gewürfelt
100 gr. Schafskäse zerkrümelt
150 gr. klein gehackte Wallnüsse

Nachdem die Grundzutaten verrührt, eine Stunde gegangen sind und nochmals geknetet wurden, kommen Kürbis, Schafskäse und Wallnuss in den Teig. Alles gut vermengen, in zwei gute gefettete und gemehlte Formen geben, nochmals eine halbe Stunde gehen lassen und dann 40 Min. bei Umluft backen.
Sooooo fein!

Ich wünsch Euch einen guten Sonntagabend miteinander.

Alles Liebe
Rosalie

Dienstag, 21. Januar 2014

Mütze für große Mädchen .... Caller Herrin

Habt vielen herzlichen Dank für Eure vielen lieben Worte zu den Mützen-Posts. Dabei sind auch einige Fragen zum Fair-Isle-Stricken aufgekommen und ich will gern versuchen ein wenig Licht ins vermeintliche Dunkel zu bringen.



Noch einmal habe ich einige feine Garne direkt in England geordert, diesmal von Alice Starmore. Eine traumhafte Wolle ganz nebenbei gesagt und in vielen von der Natur inspirierten Farben zu haben, die mein Herz höher schlagen lassen. Sie entfaltet nach der ersten Wäsche ihren weichen Charakter erst voll und ganz und wird sicher für künftige Projekte wieder eingeplant. Sechs von diesen Strängen waren für eine weitere Mütze von Kate Davies bestimmt. 



Die Caller Herrin find ich in Muster und Farbzusammenstellung einfach umwerfend schön ... genau meins! Und diese kleine Schlaufe da oben ist das gewisse Etwas.




Es gibt zum Thema Faire-Isle-Stricken schon eine Menge tolle Anleitungen, Tipps und Hinweise im Netz. Ich möchte hier nur Mut machen sich an diese Stricktechnik zu wagen. Eine Mütze ist dabei ein gutes Einsteigerprojekt, Modelle gibt es für jeden Geschmack z.B. bei Ravelry. In Euern vielen sehr netten und anerkennenden Kommentaren tauchte als häufigstes Adjektiv "kompliziert" auf. Das ist es nun wirklich nicht. Bei dieser Art des Strickens wird in Runden immer glatt rechts gestrickt. Für das Muster gibt es eine Zählvorlage, bei der Frau nur zählen und den richtigen Faden verstricken muss. Nicht zu straff und nicht zu locker, das ist entscheidend fürs Ergebnis. Die Zu- und Abnahmen erfolgen ebenso nach den Angaben im Musterblatt. Spezielle Techniken wie I-Cord oder verschiedene Abnahmemöglichkeiten sind in den englischen Anleitungen wirklich sehr gut und ausführlichst beschrieben und mit Hilfe der neulich genannten Übersetzungshilfe gut zu meistern. Wie die Fäden geführt werden, muss Jede für sich selbst herausfinden. Ich habe ausprobiert, beide Fäden einer Musterreihe gleichzeitig mit der linken Hand zu halten, es aber schnell wieder sein lassen, weil ich mich dann zu sehr auf die Spannung der Fäden konzentriert habe und das anstrengend fand. Oder Fäden mit beiden Händen führen geht für mich auch gaaar nicht. Das versetzte mich gefühlsmäßig in meine Strickanfängerzeiten zurück, als 10 Finger, zwei Nadeln und der Faden so überhaupt nicht zusammenzupassen schienen .... lach. 
Ich nehme also immer einen Faden einfach auf und bin damit mittlerweile ziemlich schnell geworden. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Zur Unterstützung können im Muster Maschenmarkierer eingesetzt werden. Die helfen bei der Orientierung und stellen sicher, dass etwaige Fehler am Ende eines Mustersatzes sofort auffallen und berichtigt werden können. Und ich verwende manchmal Hilfslinien in der Zählvorlage. Also wirklich alles machbar und Ihr müsst Euch nur trauen.




Jedenfalls habe ich nun noch eine so feine Mütze, die zudem hervorragend zum blauen Walkmantel passt.
 Hier gibts ausnahmsweise mal ein Foto von mir, Augen zu ... hmm,mal wieder... wahrscheinlich hab ich schon vom nächsten Strickprojekt geträumt ... aber ganz ehrlich ist das oft so mit Fotos von mir.



Tja, das Thema Fair-Isle-Stricken beschäftigt mich sehr und so wird dieses eine oder andere Projekt noch folgen.


Zu sehen dann wie immer hier.
und bei Creadienstag

Habt eine gute Woche!

Alles Liebe
Rosalie