..

..
Posts mit dem Label Lebensart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lebensart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 14. Januar 2016

Durchs Fenster geguckt



Es ist schon ein paar Jahre her, da waren wir in Amsterdam. Was mir davon unter anderem in Erinnerung geblieben ist, sind die Fenster der Bürgerhäuser. Nahezu jedes Fenster zeigte sich unverhüllt. Die Amsterdamer sagen sinngemäß "Wer reinen Herzens ist, hat keinen Grund sein Leben zu verbergen..."




Das hat mir damals sehr gefallen und so halten wir es hier auch.






So können wir natürlich auch besser hinausschauen ... in unseren Garten. Und unter anderem die Vögel bei ihrem munteren Treiben beobachten.




Neulich hatte ich lauter rote Äpfel in einen der Apfelbäume gehängt. Das sah nicht nur sehr hübsch aus, sondern hat die Vögel sehr zahlreich zum Winterschmauß angelockt. Diese Freude wollen wir gern wieder den lieblichen Gartenbewohnern bereiten. Gerade recht, wo es doch nun endlich Winter werden will.


Habt es gut!


Rosalie




Mittwoch, 30. Dezember 2015

Muße



"Muße hat weder einen Zweck noch ein Ziel.
Sie ist nutzlos, sinnlos ist sie nicht.
Sie ist für ein gutes, gelingendes Leben unverzichtbar.
Muße ist dort, wo der Verzicht auf Zwecke Sinn hat."

Karlheinz Geissler




Die Zeit nach den Feiertagen und vor Neujahr ist hier eine Zeit der Muße. Mit viel Raum für uns, .... Spaziergänge, Wintersonne,  .... Zeit zum Nachdenken, für Freunde, .... Kerzenschein, Rauhnachtgeschichten .... 
Rainer Maria Rilke empfiehlt, mit Vertrauen, Hingabe und Freude müßig zu sein ... Dieser Empfehlung folge ich nur zu gern, ... mit Vertrauen, Hingabe und Freude!


Mit diesen Gedanken zum Jahresende
wünsche ich Euch allen
ein friedliches, frohes und behütetes
 neues Jahr!


Rosalie










Samstag, 5. Dezember 2015

Das kleine Kistchen ....


Es gibt hier im Haus eine kleine Kiste. Darin sammel ich übers Jahr feine Dinge .... Mal eine Kerze, mal eine Handarbeit .... oder einen guten Tee ... eben ein Dingsda von dem ich annehme, daß es Herzen erfreut ... 





In der Adventszeit ist das Kistchen besonders gut gefüllt und hält kleine Geschenke bereit. Mit den Dingen wollen wir hier und da Freude bereiten, uns bedanken oder einfach mal so einen Herzensgruß senden. Dieses Jahr stell ich ins kleine Kistchen selbstgefüllte Gläser und Flaschen. 
Hier eine weihnachtliche Kochmischung für Apfel-Zimt-Milchreis ....



.... und da eine Backmischung für leckere Muffins. 




Die Idee dazu samit Anleitung und Etiketten habe ich neulich bei Pinterest gefunden *klick*. Und weil ich sie so zauberhaft finde, werde ich sie gleich weitergeben. Zum heutigen Adventsbasteln *klick* in meiner Küche. Hej, wie freu ich mich darauf.






Meine Lieben hier zu Hause hab ich auch bedacht mit herzigen Lieblichkeiten im Adventskalender ... der diesmal auch in einem Kistchen wohnt.







Habt einen feinen 2. Advent!


Rosalie




Samstag, 14. November 2015

Donnerstag, 5. November 2015

November


Am letzten wunderschönen Herbstwochenende habe ich mit meiner Familie Lärchenzapfen gesammelt und wieder einmal solch einen schlichten doch sehr wirkungsvollen Winterkranz gefertigt. Die trockenen Zapfen klebe ich möglichst ganz frisch im kühlen Garten mit Heißleim auf einen Unterkranz und hole den Kranz dann erst ins Warme, damit die Zapfen schön aufgehen und der Kranz dicht geschlossen ist. Mit einem Band aufgehängt oder aber mit einer dicken Kerze auf einem Tisch ist das ein Deko-Objekt, an dem wir sehr lange Freude haben.




Die Stricknadeln klappern auch wieder. Zur Zeit bin ich über Nikolaussocken. Und dann werde ich doch endlich einmal die zweite "Epistrophy" fertig stricken.




Die erste strickte sich fast wie von allein und sie ist mir ein unverzichtbarer Begleiter geworden.




 Die dunklen Abende genieße ich wieder sehr. Kerzen ... Tee ... eine feine Musik .... das ist eine Zeit, die ich gern mag .... mit Muße zum stricken und sonstwie werkeln .... mit den herrlichen Bildern vom Herbsturlaub im Kopf ....




Wir hatten eine einsame Holzblockhütte auf einer Alm in der Steiermark ganz für uns allein... keine Zivilisation in Sichtweite. Kein Radio, Zeitung, Fernsehen schon gar nicht .... nichts als Natur und äußerst liebliche Gesellen um uns herum.





Das dieser sehr hübsche und kluge Esel jetzt nicht in unserm Garten wohnt, ist gar nicht so selbstverständlich .... Der war so anhänglich, ließ sich herzen, schien uns zu verstehen .... und wir konnten uns nur sehr schwer voneinander trennen.




Das hat irre gut getan ....Von der wunderbaren Natur, den grünen Almen mit Kuhglockengebammel vor schneeweißen Alpengipfeln bin ich sehr beeindruckt... Wir werden uns noch lange erinnern und ganz sicher wieder in dieses sehr gastliche Land fahren.



Daheim wenden wir uns nun wieder anderen erfreulichen Dingen zu. 
Hier hab ich ein knackiges Brot nach einem Rezept von Lutz Geißler gebacken und so manch anderes Rezept will ausprobiert werden....
Wie heißt es doch so schön: 
"November ist, was man draus macht." 
Der könnte von mir sein ....isser aber nicht ;-)





Habt es gut im November!

Rosa







x

Freitag, 3. April 2015

Bei uns piept´s


Hey, was für eine Aufregung, ein Gepiepse und Geschubse, ... unsicher, ein wenig taumelig und doch schon kraftvoll staksen sie durch ihr junges Leben .... Die kleinen Hühnerchen sind Gründonnerstag geschlüpft, 14 an der Zahl. Das eine eilig wie der Wind, das andere zaghaft und ein wenig unbeholfen ... jedes auf seine Weise. Und wir haben´s miterlebt ... wie wunderbar!



Wenn sie nicht gerade munter durch die Gegend hüpfen, schlafen die Küken unter einer Wärmelampe ganz eng aneinandergekuschelt. Was für ein rührendes Bild!



Sie werden von uns gefüttert mit frischen Dinkelflocken, Brennesselspitzen, Miereblüten, Gänseblümchen ... Blos gut, dass die Kinder Ferien haben, immer gibt es was zu tun.

...

Die Herren Kater sind übrigens auch ganz interessant zu beobachten. Findus zeigt wieder einmal, dass er eigentlich keine Katze sondern ein Angsthase ist. Er schleicht nur in geduckter Haltung mal zum Ställchen hin, streckt neugierig die Nase hervor und ist im nächsten Moment schon wieder verschwunden. Nee, damit will er nichts zu tun haben!
 Emil hingegen sitzt ganz in Katermanier mit wippender Schwanzspitze vor der Kükenschar, betrachtet die flauschigen Bällchen mit sichtlichem Apettit und manch erhobener Pranke. Er besinnt sich nur in letzter Minute meiner sehr eindringlichen Warnungen ;-) Ich habe ihm mit Entzug von Thunfisch gedroht, nur das scheint die Mörderlust zu besänftigen.

 


Nie wieder werden wir in einem Ei nur ein Lebensmittel sehen. Dieses Erlebnis prägt vor allem die Kinder. Tausend Fragen nach dem Leben von Hühnern und Nutztieren  überhaupt, so viele "Aha´s" ....  auch traurige, wenn wir an die Tiere in Massenhaltung denken ... Wenn den meisten Menschen die Tierhaltung nicht so weit entrückt wäre, gäbe es dann wohl einen besseren Umgang damit? Viele Gedanken sind es dieser Tage und auch Hoffnung. Denn jedes Wissen gibt die Chance für Veränderung. Ich finde, das passt doch ganz gut zum Osterfest.

 ...

Nun wünsche ich Euch frohe und gesegnete Ostern. Habt wunderbare Stunden mit Euern Lieben und genießt diese Zeit!



Rosalie










Montag, 23. März 2015

Warum wir den Eiern "Gute Nacht" sagen

Als ich noch ein ganz kleines Mädchen war und regelmäßig bei meinen Großeltern auf dem Lande zu Gast, da wünschte ich mir soooo sehr einmal ein flauschig gelbes Küken schlüpfen zu sehen und es dann selbst aufzuziehen. Ich nahm also der Großmutter ein Ei aus dem Schrank, hüllte es liebevoll in meinen wärmsten Schal und versteckte es in meinem Koffer .....




Das ist nun viele Jahre her .....
 Neulich kam uns ein Mann besuchen. Unter dem einen Arm hatte er Schachteln mit jeder Menge Eiern, unterm anderen einen kleinen Brutschrank. Dieser Brutschrank mit Eiern drin steht nun im Zimmer vom kleinen Kind. Daneben liegt ein Plan. 21 Tage lang sollte die Temperatur exakt 38,3° C betragen, ab dem fünften Tag muss täglich kurz im Schränkchen gelüftet werden, ganz so, als ob die Henne das Nest zur Futtersuche verläßt. Die Eier wollen regelmäßig gewendet sein .... und noch einiges mehr will beachtet und getan werden. Und dann hoffen wir, dass kurz vor Ostern die Küken schlüpfen.



Das ist schon eine aufregende Aktion. Wie besonders es sich anfühlt so ein brutwarmes Ei in Händen zu halten ... Die Vorstellung, dass drinnen ein kleines Huhn oder eben ein Hähnchen heranwächst ist schon etwas Wunderbares. Es liegt also nahe, den Eiern eine "Gute Nacht" zu wünschen. Schließlich könnte es ja sein, dass das kleine Wesen im Ei schon etwas spürt von unserer Erwartung.
Ich freu mich so, dass der Traum aus Kindertagen nun wahr wird und kann gar nicht sagen, wer hier im Hause mehr Vorfreude empfindet.
Wenn die Küken nachher da sind, dürfen wir sie noch ein Weilchen hegen und pflegen. Und dann ziehen sie wieder um auf ihren Bauernhof hier gleich um die Ecke. Dort erwartet sie wohl das glücklichste Leben was ein Huhn haben kann. So lange bis es irgendwann mal zu alt ist zum gackern und scharren und Eier legen.

Bald erzähl ich Euch mehr über diese Geschichte.



Habt es gut!



Rosalie  


PS: Noch mehr Osterideen gibts hier *klick*



Montag, 3. November 2014

Äpfel

Noch einmal habe ich eine Thermoskanne bekleidet. Der applizierte Apfel ist nach einer Vorlage in der Molly Makes gehäkelt und schien wie gedacht für dieses Projekt.


...


Noch mehr feine Äpfel haben wir neulich beim Wandern gepflückt. Wild gewachsen am Feldrand, mit einer leicht rauhen Schale und herbsüßem Geschmack. Eine Wucht und nirgendwo zu kaufen. Davon hab ich einen Kuchen gebacken. Einen der seinesgleichen sucht. Das Rezept ist beim Lutz abgeschaut *klick*. Der weiß auf jeden Fall wie Backen geht.



Serviert wurde der Apfelkuchen mit warmer Vanillesoße, ganz nach Schwedenart. So ist´s fein, so hab ich´s gern.
Keine Viertel Stunde hats gedauert und nichts blieb von der Leckerei übrig. Das Rezept kommt auf die 
Allerliebstelieblingskuchenliste
Einfach sooooo fein schmeckts wenn herzhafte Äpfel auf einem Kartoffelteig gebacken werden.


Ich wünsch Euch eine frohe Woche im Herbst.

Alles Liebe
Rosalie










Mittwoch, 24. September 2014

Niklasdam Trädgård

Über meine kürzlich entstandene Liebe zu ganz besonderen Pelargonien hab ich ja hier und da schon berichtet. Bei meiner Suche im Web nach diesem und jenem Exemplar bin ich auf das Pelargonienmuseum in Niklasdamm/ Schweden aufmerksam geworden *klick*. Ein Besuch des Museums während des diesjährigen Urlaubs im schönen Schwedenland lag nahe und war fest eingeplant.
Was soll ich Euch sagen. Das Herz ist mir aufgegangen bei all der Pracht. 


Nachdem Mann und Söhnchen mit feinem Kuchen und Kakao aus dem örtlichen Café im Schatten gut untergebracht waren, bin ich mit meinem Mädel durch das altehrwürdige Gewächshaus flaniert. 




Aaahhh und Oooohh, eine Pflanze schöner als die andere, eine beeindruckende Blütenfülle an stolzen, schon erwachsenen Pelargonien und Sorten die große Begehrlichkeiten weckten. Gar nicht sattsehen konnte ich mich, musste nochmal und nochmal durch die Reihen gehen. 


Schon allein dieses alte Gewächshaus war eine Freude zu betrachten.



In der angrenzende Gärtnerei konnte ich dann manche Sehnsucht stillen und wunderbare kleine Pflänzchen von rosen- und tulpenblütigen Pelargonien adoptieren. Sorten wie Mårbacka Tulpan, Kronprinzessin Marie und Victoria Andrea gehören nun endlich auch zu meinen Gartenschätzchen. Noch sind sie klein, nächstes Jahr zeig ich sie Euch dann in Blüte.



Ein ganz anderer Urlaubsschatz sind die vielen Preiselbeeren, die wir in diesem Jahr sammeln und zu Marmelade verarbeiten konnten. Natürlich nach der Heidelbeerernte ;-)


Im Herbst und Winter ein Gläschen feiner Marmelade von diesen und jenen Beeren zu öffnen, läßt Urlaubsfreuden nachklingen und ist ein ganz besonderer Genuß.



In diesem Sinne. 
Habt es gut!

Alles Liebe
Rosalie




Dienstag, 11. März 2014

Farben wie aus einem Wintermärchen

Zwischen all die winterlichen Maschen habe ich ein paar Kreuzstiche geschoben. Also ehrlich gesagt, liegt dieses Nadelkissen schon ein Weilchen zurück und ist mittlerweile in ganz liebe Hände umgezogen.



Das Projekt aus dem Hause Blackbird Design hatte es mir augenblicklich angetan, weil ich die einfache Struktur der Sterne so zauberhaft fand und die frostigen Pastelltöne der Stickgarne so herrlich zart und märchenhaft anmuten.



Das Nadelkissen werd ich noch einmal werkeln, weil es eigentlich auch sehr gut in meinen Lieblichelieblingssachenschrank passt.



Aber erstmal hab ich die frostigen Farben noch für ein Projekt von Paolin hergenommen. Eine kleine Trilogie sticke ich damit.



Das zeig ich Euch dann wieder hier. Bleibt also schön neugierig
Bei Creadienstag gibts noch mehr tolle Handarbeiten zu sehen.

 Ich wünsch Euch eine sonnig-milde Frühlingswoche!

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 18. Februar 2014

Wohl kein Kuscheltier ... oder doch?

Mal ehrlich, beim Anblick von diesem stattlichen Rindvieh hat Frau sicher nicht als erstes eine Assoziation von Kuschligkeit und Anschmiegsamkeit. Also zumindest mir flößt so ein Yak unheimlichen Respekt ein und ich bliebe lieber auf Abstand.

Bild "geborgt"

In "meinem" Wolllädchen bin ich drauf gekommen, dass so ein Yak aber wirklich eine ganz kuschelige Seite hat. Nämlich am Bauch und den Flanken wächst ihm ein soooo weiches, warmes, himmlischfluffiges Fell, dass Frau ganz hin und weg ist davon. Und eben dieses Fell wird im Frühjahr durch Kämmen gewonnen und zu ganz wunderbarem Strickgarn verarbeitet. Warum ich Euch das erzähle? Weil ich mit der Yak-Wolle von Lang schon ganz wunderbare Winteraccessoires gestrickt habe.


Schon vor einer kleinen Weile dieses Dreiecktuch. Eigentlich war das mal ein Loop. Weil der aber nie saß wo er hingehörte, hab ich ihn wieder aufgetrieselt und eben dieses Tuch gestrickt.


Handstulpen und Mütze sind geblieben wie sie waren. Zum Walkmantel sind diese Winter-Warmers nun herrliche Begleiter und ich trag auch diese einfarbige Kombination sehr gern.
Noch mehr schöne Maschen gibts bei Creadienstag.


So ein Yak sehe ich jetzt auch mit etwas anderen Augen, wenn ich mal eins treffe ;-)


Ich wünsche Euch eine gute Woche miteinander.

Alles Liebe 
Rosalie

Dienstag, 28. Januar 2014

Eine geht noch ....

Eine Mütze musste es noch sein. Damit der Winter nicht gleich wieder geht, jetzt wo er endlich da ist. Diesmal ist es die "Selbu-Modern". Eigentlich eine Art Beanie, aber weil ich eher nach einem sportlichen Modell suchte, habe ich im Selbu-Strickmuster einen Musterraport weggelassen und damit die Maschenzahl auf sportlich getrimmt.
Die petrolfarbene Wolle war schon einmal eine andere Mütze, die aber nun zu klein und wieder aufgetrennt wurde. Sehr praktisch ist, dass vorhandene Schals kaum zu klein werden und wir nun ein weiteres wunderschönes Winterset haben.


Nun ist es aber gut mit Mützen! Vielleicht später wieder .... 
Und jetzt? Der ganze Musterstrick, der zuletzt hier von den Nadeln hüpfte, ist wunderbar warm und auch noch winddicht. Das schafft neue Begehrlichkeiten und nun müssen feine warme Handschuhe her.

 
 Das Töchterlein hat auch noch Wünsche, also die Nadeln stehen nicht still ... wir beruhigend.



Ich zeig Euch mein Gestricksel dann wieder hier
und auch bei Creadienstag.

Bis dahin habt es gut miteinander!

Alles Liebe 
Rosalie

Sonntag, 26. Januar 2014

Von einfachen Dingen ...

Es ist fast ein Jahr her, dass hier eine Kornmühle einzog und ich das Brotbacken anfing. Und damit hab ich seither nicht mehr aufgehört, backe mittlerweile alles Brot selber, das wir essen. Es ist zu einer lieb gewordenen Gewohnheit geworden und ich freu mich immer schon auf den einen Backtag der Woche.



Eine ganz einfache Geschichte ... 




...


Korn mahlen, einfachste Zutaten abmessen, eine Menge Teig rühren, warten, geduldig sein, Backformen vorbereiten und füllen, wieder warten... Ich mag es sehr, diese einfachen Dinge zu tun, das erdet mich. Dabei komm ich zur Ruhe, das erfüllt mich mit Zufriedenheit. Wie es duftet, wenn Korn frisch gemahlen wird, das liebe ich besonders, das kannte ich vorher nicht .... Und den Teig rühre ich in einer großen Emailleschüssel mit einem Holzlöffel. Na, und dann die Brote fertig gebacken aus dem Ofen zu holen ist jedes Mal eine Freude, das macht auch stolz ... der Duft steigt bis unter die Dachspitze. 
Meistens backe ich ganz einfache Sauerteigbrote von Roggen mit ein wenig Dinkel und Emmmer, Wasser, Salz ... sonst nichts.

Das regelmäßige Backen rechtfertigte dann auch den Kauf von fünf emaillierten Kastenformen, die sich wirklich als sehr praktisch erweisen und wahrscheinlich ein halbes Leben halten werden.




...

Gutes Biogetreide kaufe ich hier ein

So ein Backtag mit allen Arbeitsschritten zieht sich über 
24 Stunden, wobei jeder einzelne Arbeitsschritt gar nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt. Vielmehr braucht ein guter Sauerteig eben seine Zeit zum Reifen. Die frischen Brotleibe werden sofort nach dem abkühlen in den Gefrierschrank gelegt, so dass die ganze Woche über immer frisches Brot vorhanden ist. Und den Sauerteigansatz vermehre ich von Mal zu Mal und hebe dabei ein Kleckschen für den nächsten Backtag auf.
Hin und wieder darf es auch etwas Besonderes sein. Brot mit Kräutern oder getrockneten Tomaten oder auch schon mal dieses hier:

1 kg Mehl (ca. 3/4 Vollkornroggen, 1/4 Dinkelvollkorn)
600 ml. Wasser
300 gr Natur-Sauerteig
3 TL Meersalz
20 gr Hefe
...
100 gr Butternutkürbis klein gewürfelt
100 gr. Schafskäse zerkrümelt
150 gr. klein gehackte Wallnüsse

Nachdem die Grundzutaten verrührt, eine Stunde gegangen sind und nochmals geknetet wurden, kommen Kürbis, Schafskäse und Wallnuss in den Teig. Alles gut vermengen, in zwei gute gefettete und gemehlte Formen geben, nochmals eine halbe Stunde gehen lassen und dann 40 Min. bei Umluft backen.
Sooooo fein!

Ich wünsch Euch einen guten Sonntagabend miteinander.

Alles Liebe
Rosalie

Dienstag, 21. Januar 2014

Mütze für große Mädchen .... Caller Herrin

Habt vielen herzlichen Dank für Eure vielen lieben Worte zu den Mützen-Posts. Dabei sind auch einige Fragen zum Fair-Isle-Stricken aufgekommen und ich will gern versuchen ein wenig Licht ins vermeintliche Dunkel zu bringen.



Noch einmal habe ich einige feine Garne direkt in England geordert, diesmal von Alice Starmore. Eine traumhafte Wolle ganz nebenbei gesagt und in vielen von der Natur inspirierten Farben zu haben, die mein Herz höher schlagen lassen. Sie entfaltet nach der ersten Wäsche ihren weichen Charakter erst voll und ganz und wird sicher für künftige Projekte wieder eingeplant. Sechs von diesen Strängen waren für eine weitere Mütze von Kate Davies bestimmt. 



Die Caller Herrin find ich in Muster und Farbzusammenstellung einfach umwerfend schön ... genau meins! Und diese kleine Schlaufe da oben ist das gewisse Etwas.




Es gibt zum Thema Faire-Isle-Stricken schon eine Menge tolle Anleitungen, Tipps und Hinweise im Netz. Ich möchte hier nur Mut machen sich an diese Stricktechnik zu wagen. Eine Mütze ist dabei ein gutes Einsteigerprojekt, Modelle gibt es für jeden Geschmack z.B. bei Ravelry. In Euern vielen sehr netten und anerkennenden Kommentaren tauchte als häufigstes Adjektiv "kompliziert" auf. Das ist es nun wirklich nicht. Bei dieser Art des Strickens wird in Runden immer glatt rechts gestrickt. Für das Muster gibt es eine Zählvorlage, bei der Frau nur zählen und den richtigen Faden verstricken muss. Nicht zu straff und nicht zu locker, das ist entscheidend fürs Ergebnis. Die Zu- und Abnahmen erfolgen ebenso nach den Angaben im Musterblatt. Spezielle Techniken wie I-Cord oder verschiedene Abnahmemöglichkeiten sind in den englischen Anleitungen wirklich sehr gut und ausführlichst beschrieben und mit Hilfe der neulich genannten Übersetzungshilfe gut zu meistern. Wie die Fäden geführt werden, muss Jede für sich selbst herausfinden. Ich habe ausprobiert, beide Fäden einer Musterreihe gleichzeitig mit der linken Hand zu halten, es aber schnell wieder sein lassen, weil ich mich dann zu sehr auf die Spannung der Fäden konzentriert habe und das anstrengend fand. Oder Fäden mit beiden Händen führen geht für mich auch gaaar nicht. Das versetzte mich gefühlsmäßig in meine Strickanfängerzeiten zurück, als 10 Finger, zwei Nadeln und der Faden so überhaupt nicht zusammenzupassen schienen .... lach. 
Ich nehme also immer einen Faden einfach auf und bin damit mittlerweile ziemlich schnell geworden. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Zur Unterstützung können im Muster Maschenmarkierer eingesetzt werden. Die helfen bei der Orientierung und stellen sicher, dass etwaige Fehler am Ende eines Mustersatzes sofort auffallen und berichtigt werden können. Und ich verwende manchmal Hilfslinien in der Zählvorlage. Also wirklich alles machbar und Ihr müsst Euch nur trauen.




Jedenfalls habe ich nun noch eine so feine Mütze, die zudem hervorragend zum blauen Walkmantel passt.
 Hier gibts ausnahmsweise mal ein Foto von mir, Augen zu ... hmm,mal wieder... wahrscheinlich hab ich schon vom nächsten Strickprojekt geträumt ... aber ganz ehrlich ist das oft so mit Fotos von mir.



Tja, das Thema Fair-Isle-Stricken beschäftigt mich sehr und so wird dieses eine oder andere Projekt noch folgen.


Zu sehen dann wie immer hier.
und bei Creadienstag

Habt eine gute Woche!

Alles Liebe
Rosalie